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gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Nieren und Harnwege » Erkrankungen der Harnblase und der Harnröhre

Natürliche Medizin:



Nasskaltes Herbstwetter schwächt die Abwehr und begünstigt Blasenentzündungen. Betroffene müssen nicht sofort zu Antibiotika greifen: Auch Mittel aus der Natur helfen. Besonders eignet sich bei Blasenentzündungen die Bärentraube.

Bärentraube wirkt antibakteriell

Eine Blasenentzündung zeigt sich durch vermehrtes und schmerzhaftes Wasserlassen. Meist ist eine Bakterieninfektion daran schuld, gegen die der Arzt oft ein Antibiotikum verschreibt. Doch auch sanftere Mittel wie die Bärentraube haben sich bewährt: Das in den Bärentraubenblättern enthaltene Hydrochinon wirkt antibakteriell und gilt als das wirkungsvollste pflanzliche Heilmittel gegen Harnwegsinfektionen.

Drei bis vier Tassen am Tag

Die Bärentraube hilft besonders als Kaltwasserauszug: Patienten setzen am besten etwa 10 Gramm fein geschnittene Bärentraubenblätter aus der Apotheke mit einem halben Liter kaltem Wasser über Nacht an und gießen das Wasser am nächsten Morgen durch ein Sieb. Erst dann wird es aufgekocht.

Soll es schneller gehen, können Betroffene die Bärentraubenblätter auch auf klassische Weise als Tee zubereiten, indem sie pro Tasse etwa 3 Gramm der Blätter mit kochendem Wasser aufgießen. Allerdings entstehen dabei mehr Gerbstoffe als beim Kaltwasserauszug, der deshalb magenfreundlicher ist. Unabhängig von der Zubereitungsart sind drei bis vier Tassen Bärentraubenblättertee am Tag empfehlenswert. In der Apotheke sind außerdem andere Darreichungsformen wie Filmtabletten, Dragees oder Lösungen erhältlich.

Viel Trinken und Gemüse essen

Das Hydrochinon in der Bärentraube wirkt allerdings nur, wenn der Urin leicht alkalisch ist. Normalerweise liegt sein pH-Wert zwischen 5 und 7, ist also sauer. In Harnwegen und Harnblase wird das zuvor in der Leber gebundene Hydrochinon aber nur dann freigesetzt, wenn der Urin einen alkalischen pH-Wert von mehr als 7 hat. Patienten beeinflussen ihren Urin, indem sie viel Gemüse essen, denn das wirkt alkalisierend. Süßigkeiten und Fleisch dagegen machen den Urin sauer. Während der Behandlung sollten Patienten also darauf verzichten, da die Beerentraube sonst nicht richtig wirkt.

Viel zu trinken, unterstützt die Behandlung ebenfalls. Der Wirkstoff der Bärentraube hemmt zwar das Wachstum der Bakterien, tötet sie aber nicht ab. Daher ist es erforderlich, sie „auszuschwemmen“. Wer viel trinkt, kann die Bakterien besser ausscheiden. Kaffee, alkoholische Getränke und Orangensaft eignen sich dazu nicht. Auch sie säuern den Urin und mindern so den Behandlungserfolg.

Kein Langzeitmittel

Nach zwei Tagen sollten sich die Symptome bereits bessern. Insgesamt werden die Bärentraubenblätter nie länger als eine Woche angewendet und sind nicht zur Vorbeugung geeignet. Denn ein alkalischer Urin, wie er für die Behandlung nötig ist, fördert längerfristig das Bakterienwachstum und damit das Gegenteil vom erwünschten Effekt.


07.12.2009 | Von: gesundheit-heute.de; Carolin Waasen


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