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gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Magen und Darm » Erkrankungen der Speiseröhre (Ösophagus): Ursache, Symptome und Therapie

Schluckauf



Häufigkeit

Schluckauf (Singultus): Plötzlich auftretende Zwerchfellkontraktionen. Die Kontraktionen wiederholen sich meistens einige Male und verschwinden dann genauso plötzlich, wie sie gekommen sind. Nur selten ist der Schluckauf Zeichen einer anderen Erkrankung, beispielsweise eines Tumors oder einer Entzündung in Zwerchfellnähe.

Die Erkrankung

Der Schluckauf ist eigentlich keine eigenständige Erkrankung, kann aber dennoch sehr quälend sein. Er ist die Folge einer Reizung des Nervus phrenicus, der das Zwerchfell versorgt. Das Zwerchfell zieht sich auf den Reiz hin plötzlich zusammen. Manchmal kommt es nach hastigem Essen zum Schluckauf, weil zu viel Luft geschluckt wurde. Eine Luftblase drückt dann im Magen auf den Nerv und reizt ihn. Auch kalte Getränke oder Operationen im Oberbauch lösen Schluckauf aus. Gelegentlich tritt der Schluckauf ganz ohne erkennbaren Grund auf. Wenn er zu sehr quält, helfen krampflösende und beruhigende Medikamente. Hält der Schluckauf über einen langen Zeitraum, also Tage oder Wochen an, so liegt ihm vielleicht ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder eine Erkrankung des Zentralnervensystems zugrunde. In solchen Fällen suchen Sie am besten einen Arzt auf, der die Ursachen klärt.

Selbsthilfe

Es gibt Dutzende von „absolut“ wirksamen Tricks, eine Schluckauf-Episode zu stoppen: Luftanhalten, ein paar Schlucke kaltes Wasser trinken oder ganz einfach an etwas anderes denken. Auch sich kurz und heftig erschrecken lassen soll helfen.

Für den Arzt steht hinter all diesen teils skurrilen Vorschlägen die Beobachtung, dass eine Reizung des Nervus vagus, der Einfluss auf den Nervus phrenicus (verantwortlich für die Zwerchfellbewegung) nimmt, den Schluckauf verschwinden lassen kann.

Entsprechend zielen alle Tipps darauf ab, den Nervus vagus zu reizen. Tatsächlich beruhigt sich das Zwerchfell in aller Regel von selbst, und der Schluckauf hört wieder auf.

 


07.10.2008 | Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Arne Schäffler, Dr. Bernadette Andre-Wallis


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