powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen  |  Website
Redaktion apotheken.de » Blut, Krebs und Infektionen
Weitere interessante Artikel

Schnelltest auf Krankenhauskeime


US-amerikanische Behörde erteilt Zulassung


Infiziert sich ein Patient im Krankenhaus mit gefährlichen Erregern, benötigt er dringend Antibiotika. Diese wirken jedoch nur, wenn die Bakterien empfindlich darauf reagieren – also nicht resistent sind. Das können Ärzte mit einem speziellen Bakterientest herausfinden. Nun sogar innerhalb weniger Stunden.

Zwischen empfindlich und  resistent unterscheiden

Einer der bekanntesten Krankenhauskeime ist Staphylokokkus aureus. Ärzte bekämpfen dieses Bakterium in der Regel mit bestimmten Penicillinen. Bei methicillinempfindlichen Staphylokokken (MSSA) haben sie damit meist Erfolg, bei den methicillinresistenten Staphylokokken (MRSA) hingegen nicht. Bisher dauert es einige Tage, bis Ärzte wissen, ob sie es mit einem MSSA- oder MRSA-Stamm zu tun haben. Der neue Test verkürzt diese Zeit auf fünf Stunden.

Die neuartige Vorgehensweise: Laboranten mischen Patientenblut, in dem sich die Bakterien befinden, mit infektiösen Phagen. Diese dringen in die Bakterien ein, vermehren sich dort und führen schließlich zum Tod der bakteriellen Zelle: Sie platzt und entlässt neue Phagen, die wiederum andere Bakterien befallen. Bei der Wahl der Bakterien sind Phagen wählerisch. So gibt es unter den Staphylokokken-Phagen welche, die nur MSSA oder nur MRSA infizieren. Das heißt, befallen die Phagen spezifisch MSSA-Bakterien, gehen diese kaputt. Die MRSA-Bakterien hingegen nicht. Das Gleiche gilt im umgekehrten Fall.

Genau und kostengünstig

So können Ärzte gezielt ermitteln, ob sich ein Patient mit resistenten oder nicht resistenten Staphylokokken infiziert hat. In der Zulassungsstudie ermittelten die Forscher den Infektionsstatus von 1.116 Patienten – mit einer Genauigkeit von etwa 99 Prozent. Laut Herstellerangaben verfügt der neue Schnelltest bereits über eine CE-Kennzeichnung. Damit könnte er bald auch in Deutschland auf den Markt kommen. Zudem sei der Test kostengünstig und ohne viel Aufwand in jedem Labor etablierbar. Zu den genauen Kosten äußert sich der Hersteller aber nicht.


10.05.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:00 bis 19:00
    Sa
    09:00 bis 14:00

notdienste

Aktuelle Aktionen

28. Juni 2012

Verleihen Sie Ihren Beinen Flügel! Einladung zum Aktionstag Venencheck.

Details erfahren Sie über unsere kostenlose Servicenummer  0800-3415000.

Facebook

Besuchen Sie uns doch auch auf FACEBOOK, wir sind mit dabei

News

Medikamenten-Kopien: Generika

Minderwertige Medikamenten-Kopien ab oder günstigere Alternative? Bei Generika sind viele Menschen... mehr

Sind Sie ein Schlafwandler?

Schlafwandeln ist unter Erwachsenen stärker verbreitet als gedacht. Allein im letzten Jahr sind 3,6 Prozent... mehr

Spritzen: Angst vor dem Piks

Ein kleiner Piks, schon ist es vorbei. Trotzdem empfinden viele Menschen schon beim Anblick einer Nadel... mehr

Sonnencreme: Inhaltsstoffe beachten

Eigentlich schützt Sonnencreme die Haut. Doch US-amerikanische Forscher fanden nun heraus, dass Produkte mit... mehr

Rüstig statt ranzig: Sport im Alter

Regelmäßiges Training hält jung. Deshalb sollte Bewegung auch im Alter nicht fehlen. Dabei dürfen ältere... mehr

Kinderbetreuung

Babysitter und Tagesmütter ganz leicht finden – in Zusammenarbeit mit Betreut.de Kinderbetreuung

ApothekenApp

Die Apotheke am Bodenborn auf Ihrem iPhone, iPad oder iPod: Einfach hier klicken, ApothekenApp gratis installieren und PLZ "58452" und "Apotheke am Bodenborn" eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der Apotheke am Bodenborn – die Apotheke für unterwegs.