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Redaktion apotheken.de » Magen und Darm
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Saurer Nachgeschmack:


Sodbrennen


Vor allem ältere Menschen und Schwangere können ein Lied davon singen: Die Magensäure schwappt in die Speiseröhre und verursacht einen brennenden Schmerz – das so genannte Sodbrennen. Sodbrennen ist gefährlich, denn es löst in der empfindlichen Speiseröhre Entzündungen oder sogar Krebs aus. Erfahren Sie, wie Sie das Problem in den Griff kriegen und wieder mit Genuss essen können.

Aggressive Magensäure

Unser Magen ist ein beanspruchtes Organ: Er muss unsere Nahrung verdauen, die oft fettig und voller Bakterien ist. Kein Wunder, dass der Magensaft ätzende Säure enthält, denn er muss die schwere Kost zersetzen und schädliche Mikroorganismen töten. Die Mageninnenwand hat eine kräftige Schleimhaut, die sie vor der Säure schützt. Die Speiseröhre jedoch nicht. Zwischen Magen und Speiseröhre sitzt ein Schließmuskel, durch den die zerkaute Nahrung in den Magen rutscht. Dieser Schließmuskel verhindert normalerweise, dass der saure Magensaft in die Speiseröhre gelangt.

Ungesunde Kost lässt sauer aufstoßen

In manchen Fällen erschlafft der Schließmuskel und wird durchlässig. Dann kann der Mageninhalt in die Speiseröhre fließen, es entsteht schmerzhaftes Sodbrennen. In der Fachsprache heißt es Reflux. Betroffen sind vor allem schwangere Frauen - bei ihnen drückt die Gebärmutter gegen den Magen. Übergewichtige haben auch häufig Probleme mit Sodbrennen, denn bei ihnen kommt es schnell zu einem Zwerchfellbruch. Dabei schiebt sich der Magen durch das Zwerchfell in den Brustraum.

Doch es kann jeden treffen: Stress, fettiges Fast Food, Alkohol, Nikotin oder Medikamente begünstigen Sodbrennen. Im schlimmsten Fall  werden die Beschwerden chronisch – es drohen Entzündungen und Speiseröhrenkrebs.

Wie Sie die Beschwerden lindern

Sodbrennen ist häufig ein Symptom einer organischen Erkrankung, wie einem Magengeschwür. Das sollte in jedem Fall ein Arzt abklären und entscheiden, ob eine Behandlung nötig ist. 

Leiden Sie unter leichtem Sodbrennen, können Sie sich im Alltag einfach selbst helfen. Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, das verhindert einen zu vollen Magen. Besonders abends sollten die Mahlzeiten nicht zu reichhaltig sein. Legen Sie sich nicht direkt nach dem Essen hin, besser ist ein kleiner Verdauungsspaziergang. Viele Nahrungsmittel und Getränke begünstigen Sodbrennen. Zum Beispiel Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee, Getränke mit Kohlensäure und stark säurehaltiges Obst sollten Sie deshalb nur in Maßen genießen. Empfehlenswert ist allgemein eine fettarme und eiweißreiche Ernährung ohne scharfe Gewürze. 


31.12.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Julia Heiserholt


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