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Gelassenheit vertreibt Wespen


Wer Ruhe bewahrt, schützt sich vor Stichen


Im Sommer stören Wespen oft die Kaffeekranz-Idylle im heimischen Garten. Begegnen Sie den ungebetenen Gästen gelassen, statt panisch um sich zu schlagen. Sonst könnte der sonntägliche Nachmittag mit selbstge­backenem Apfelkuchen schnell im Krankenhaus enden.

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Neben ruhigen Händen wehren auch unauffällige Kleider und natürlicher Körpergeruch Wespen ab. „Wespen sind von vornherein weniger interessiert an Menschen, die auf das Tragen heller Kleidung mit Blumenmuster, sowie duftende Shampoos oder Parfüm, verzichten“, erklärt Isabel Justus von der Apothekerkammer Bremen.

Auch hilft es, Essen abzudecken und sein Erfrischungs­getränk mit einem Strohhalm zu trinken. Dadurch geben Sie Wespen erst gar keine Chance, unbemerkt in ihren Rachen oder den der Kinder vorzudringen. Und sollte Ihnen doch mal eine Wespe zu nahe kommen, dann schiebt man sie am besten vorsichtig zur Seite.

Schnelle Hilfe bei Stichen

Sollte Sie trotzdem eine Wespe stechen, hilft kaltes Wasser. Das lindert den Schmerz und vertreibt den Juckreiz. Warme Umschläge hingegen verhindern, dass die Haut anschwillt. Der Grund: Temperaturen von 38 bis 40 Grad Celsius zerstören das Gift der Wespen. Damit bildet sich weniger vom Entzündungsbotenstoff Histamin und Schwellungen entstehen erst gar nicht. „Am besten legt man einen kalten und einen heißen Lappen im Wechsel in sehr kurzen Abständen auf die Stichwunde“, erklärt Justus.

Zudem lindern Medikamente wie Antihistaminika Beschwerden durch Insektenstiche. Bei milden Beschwerden eignen sich rezeptfreie Salben oder Gele wie Fenistil®, bei schweren benötigt man jedoch Tabletten aus der Apotheke.

Menschen, die allergisch auf Stiche reagieren, brauchen hingegen sofort einen Arzt. Bei ihnen rötet sich nicht nur großflächig die Haut und schwillt an. Betroffene kämpfen auch häufig mit Erbrechen und Atemnot. Solch ein allergischer Schock löst im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps aus.


17.08.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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