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Tropenkrank in Griechenland


West-Nil-Fieber breitet sich aus


Sie machen Strandurlaub in Griechenland? Dann sollten Sie neben den Badesachen auch an Mückenschutzmittel denken. Damit wehren Sie die Plagegeister ab und schützen sich zudem vor dem West-Nil-Fieber – einer von Stechmücken übertragenen Tropenkrankheit.

Infektionsgefahr steigend

Wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) mitteilt, er­kranken in Europa immer mehr Menschen am West-Nil-Fieber. „Die Zahl der Erkrankungen ist 2010 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen“, sagt Tomas Jelinek, Leiter des CRM. Letztes Jahr infizierten sich in Griechenland 257 Menschen mit der Tropenkrankheit. Dieses Jahr haben Behörden allein seit Juli 56 Fälle gemeldet. Diese traten vornehmlich in Griechenland, Russland und Albanien auf.

Hat man sich das West-Nil-Fieber eingefangen, äußert sich das zunächst wie bei einer Grippe: Es kommt zu Fieber und die Muskeln schmerzen. Etwa ein Drittel der Betroffenen entwickelt zusätzlich einen Hautausschlag – an Brust, Rücken und Armen. Einige erkranken außerdem an Hirnhautentzündung, manche sterben sogar.

Wer in den Süden reist, sollte sich also vor Stechmücken in Acht nehmen. „Da sich das West-Nil-Fieber seit einigen Jahren zunehmend in Ost- und Südosteuropa ausbreitet, rechnen wir auch für diesen Sommer und den kommenden Herbst noch mit zahlreichen Infektionen“, warnt Jelinek.

Tipps zum Mückenschutz

Sein Rat: Stecken Sie Mückenschutzmittel in Ihr Reise­gepäck. Nur damit können Sie sich schützen. Eine Impfung gibt es nicht. Mücken plagen vor allem in der Dämmerung. Dann sollten Sie lange Kleidung tragen und Mückenlotion mit dem Wirkstoff DEET auftragen. Diese bietet bis zu vier Stunden Schutz. Ihr Nachteil: Sie können Allergien hervorrufen und eignen sich nicht für Schwangere oder Kinder unter zwei Jahren. Verwenden Sie alternativ am besten Mittel, die den Wirkstoff Icaridin enthalten.

Um zu verhindern, dass die Stechmücken in Ihr Schlaf­zimmer vordringen, empfehlen sich Gazegitter an den Fenstern und ein Moskitonetz über dem Bett. Dieses sollte eine Lochgröße von 1,2 bis 1,5 Millimeter aufweisen – solche Netze halten auch kleine Mücken ab, und lassen trotzdem noch genügend Luft durch.


24.08.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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