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Redaktion apotheken.de » Blut, Krebs und Infektionen
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AIDS herrscht seit 30 Jahren


US-Amerikanische Gesundheitsbehörde warnt 1981 erstmals vor HIV


Anfang der 1980er Jahre erkrankten in Kalifornien homosexuelle Männer an einer mysteriösen und tödlichen Krankheit. Am 5. Juni 1981 machten US-amerikanische Mediziner dieses Leiden erstmals publik. Im Sommer 1982 gaben sie der Krankheit einen Namen: AIDS.

Was hinter AIDS steckt

Hinter AIDS verbirgt sich eine unheilbare Immunschwäche – hervorgerufen durch eine Infektion mit HI-Viren. Infizierte können den Virus sexuell durch Austausch von Sperma und Scheidensekret auf ihren Partner übertragen. Doch auch durch den Kontakt mit Blut oder über die Muttermilch können sich Menschen und Babys mit HIV infizieren. Bereits kleinste Haut- und Schleimhaut­verletzungen genügen, um dem Virus den Weg in den Körper zu bahnen. Dort greift er das Immunsystem an und zerstört wichtige Abwehrzellen, die so genannten T-Helferzellen. Je mehr solcher Zellen absterben, umso mehr schwächt das die Immunabwehr. Schließlich haben auch sonst ungefährliche Erreger leichtes Spiel. So erkranken viele AIDS-Patienten zum Beispiel schwer an Lungenentzündung. Oft sind es solche Infektionen, an denen Betroffene sterben – und nicht AIDS selbst.

AIDS betrifft alle Menschen

Zu Beginn der 1980er Jahre waren noch viele davon überzeugt, dass AIDS eine „Schwulenseuche“ sei. Mit der Zeit änderte sich diese Sichtweise. Bald wurde vielen klar, dass sich auch Heterosexuelle mit HIV anstecken können. Schätzungen zufolge leben in Deutschland derzeit etwa 70.000 Menschen mit HIV oder AIDS. Allein im letzten Jahr haben sich laut Robert-Koch-Institut 3.000 Menschen mit HIV angesteckt. In 2.200 Fällen waren homosexuelle Männer davon betroffen. Bei den Heterosexuellen haben sich 580 Menschen mit dem Virus infiziert.

AIDS geht also jeden an. Auch heute noch. Denn trotz umfangreicher Forschung können Ärzte diese Krankheit noch immer nicht heilen. Zwar halten so genannte antivirale Medikamente die Infektion in Schach und ermöglichen Betroffenen ein längeres Leben. Nicht jeder aber profitiert davon. Noch immer sterben in Deutschland etwa 550 Menschen an AIDS. Deshalb ist Vorsorge die beste Medizin. Den sichersten Schutz vor einer Infektion bieten Kondome.


06.06.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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